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Lasker Pool – Ein Erlebnis eher zum Abgewöhnen

(Gastbloggerin Anna Hupfeld) Es ist heiß in NYC. Meine 8 Monate alte Tochter Frieda liebt Wasser. Also auf ins kühle Nass. In den Park gibt es oft städtische Schwimmbäder, die keinen Eintritt kosten. An diesem Wochenende haben wir den Lasker Pool im Norden vom Central Park ausprobiert.


Vorher haben wir uns mit den strengen Regeln vertraut gemacht:

  • Männer und Jungen müssen knielange Badeshorts mit Innenfutter tragen (das ist besonders wichtig bei Jungs, die noch Windeln tragen könnten. Es wird kontolliert!)
  • wer sich gegen die Sonne schützen will, darf ein weißes (!) T-shirt ohne Aufdruck tragen
  • Babys müssen Schwimmwindeln tragen
  • man muss ein Vorhängeschloss mitbringen
  • man darf keine Getränke oder Speisen mitbringen
  • keine Glasflaschen
  • keine Decken
  • keine Fotoapparate (Fotografieren ist verboten)
  • keine Handys
  • keine Wertsachen
  • wer ins Wasser will, muss sich vorher abduschen
  • keine Schwimmflügel, nichts anderes zum Aufblasen
  • wer ein Pflaster trägt, darf nicht ins Wasser

So, dann sind wir also los. Die Tochter im Tragetuch, jeder nur ein Handtuch, auf dem Weg bei Bed, Barth & beyond noch ein Vorhängeschloss gekauft. Bis zur Station oder durch den Park spaziert ist der Eingang Malcolm X Boulevard Ecke Central Park North. Im Central Park selber ist kein Weg ausgeschildert. Vor dem Bad hat sich eine Schlange gebildet: Taschenkontrolle. Die Pollmitarbeiter finden ein Babygläschen, das darf ich am Eingang noch füttern. Das Vorhängeschloss ist zu billig gearbeitet, wir dürfen es nicht benutzen. Ausnahmsweise dürfen wir abwechselnd rein. Für Kinderwagen ist draußen eher unbeaufsichtigt Platz. Ich gehe mich also umziehen, während Mann und Tochter vorne warten müssen. Die Umkleidekabinen sind so was von lieblos, ein großer Raum, an den Wänden die Schließfächer, in einer Ecke sitzt eine Mitarbeiterin, sie wirkt wie eine Aufseherin. Es gibt ein paar Bänke, die man aber nicht benutzen will. Obwohl ich als Deutsche nicht so das Problem habe, mich in einer Sammelkabine umzuziehen, fühle ich mich hier doch sehr beobachtet und mich befällt eine ungeahnte Scham. Augen zu und durch. Im Bikini gehts zurück zu Mann und Tochter. Entgegen der Laufrichtung, werde ich von Mitarbeitern ca. vier Mal angesprochen, dass die Duschen doch in der anderen Richtung sind. Ich gebe meinem Mann meine Kleidung, nehme meine Tochter und gehe zurück. Wo zieht man hier ein Baby um? Auf dem Boden? Auf der Bank? Ich entscheide mich für akrobatische Übungen und schaffe es, halb auf dem Schoß, halb in der Luft. Immer unter den Augen der Aufseherin. Hinten in einer Ecke versuchen zwei Teenager sich gegenseitig mit Handtüchern Deckung zu geben. Wieder zurück zu meinem Mann, ihm die Kleidung geben. Dort sehe ich, wie fast ununterbrochen die reinlaufenden Gäste von den Mitarbeitern aufgehalten werden: das T-Shirt hat einen Aufdruck, die Hose ist zu kurz, Flaschen sind verboten…

Ich gehe also mit Handtuch und Tochter im Bikini zu den Duschen. Der Weg aus der Umkleidekabine zu den Duschen ist eng und dunkel. Meine Tochter klammert sich an mich. Die Duschen machen keinen einladenden Eindruck. Sie erinnern mich an Kasernenduschen in den 60gern. Für das Handtuch gibt es keinen Haken. Der Wasserstrahl ist so hart, dass ich meine Tochter nur mit der Hand etwas nass mache. Raus wieder ins Licht vorbei an zwei Mitarbeiterinnen, die Frieda jetzt wieder anquietschen, wie ich es hier von der Öffentlichkeit gewöhnt bin. Sind wir wieder in der Realität? Frieda jauchzt wieder vergnügt, als ich mit ihr ihr auf dem Arm die Leiter ins Wasser steige. Nicht so einfach, einarmig. Die Stufen kann man nicht sehen.

Um 16.30 ist der Pool noch immer in der prallen Sonne. Ich warte die ganze Zeit darauf, dass einer von den am Rand im Abstand von gefühlten 3 Metern sitzenden Poolmitarbeitern, etwas an uns auszusetzen hat. Doch ich werde in Ruhe gelassen. So genießen wir ca. 10 Minuten das Wasser und schauen uns das bunte Treiben an. Bald hat Frieda genug und wir starten das Prozedere, rückwärts. Wieder angezogen und trocken bereit zur Ablöse, fällt es meinem Mann sehr schwer, sich für das Wasser aufzuraffen. Es macht es trotzdem und berichtet hinterher dasselbe erlebt zu haben. Nach jeweils 10 Minuten im Wasser und ungefähr einer Stunde in dem Schwimmbad wollen wir nur noch raus. Draußen ist eine große Wiese. Dort breiten wir unsere Decke aus, Frieda wird gewickelt und wir haben für jeden etwas zu essen und zu trinken. Wir atmen durch und schauen auf das Harlem Meer. Der Central Pak ist doch echt schön.

Fazit: der Lasker Pool ist eine schöne Idee, für solche, die sich kurz abkühlen wollen und dafür aber vorbereitet sind. Am wichtigsten ist wohl ein gutes großes Vorhängeschloss. Für robuste und abenteuerlustige Kinder ab drei ist das sicher ein Spaß. Man kann kleine Snacks und Getränke dort kaufen und sie in einem Vorraum verzehren. Die Wassertiefe ist überall ca.1,20. Es gibt zwar neben dem großen Sammelbecken einen abgetrennten Bereich für Kleinkinder, aber für Familien mit kleinen Kindern oder gar Babys empfehle ich den Pool nicht.

Wegbeschreibung: Der Pool liegt in der Mitte des nördlichen Central Parks auf Höhe der 106th St. Mit der Metro  2, 3 bis 110th und Central Park North – Map it

Weitere Informationen: Geöffnet von Ende Juni bis Anfang September täglich von 11-15h und  von 16-19h, der Eintritt ist frei. Im Winter ist der Pool eine Eislaufbahn.

Anna Hupfeld ist Gast-Bloggerin beim FunForCityKinder Blog, die sich für uns mal im Lasker Pool mit ihrer kleinen 9 Monate alten Tochter  umgesehen hat. Vielen Dank für den tollen Bericht.

Wer hat noch Erfahrungen im Lakser Pool – vielleicht mit größeren Kindern?

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