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Wie werden Kinder zu begeisterten Lesern?

Dass Lesen wichtig ist, ist uns allen bewusst. Ohne die Fähigkeit zu lesen, ist Erfolg in unserer Gesellschaft kaum möglich. Lesen ist die Grundlage für Bildung in allen Bereichen und damit auch für eine selbstbestimmte Berufswahl und den Zugang zu “höherwertigen” Jobs.
Lesen ist aber ebenso wichtig für die soziale Entwicklung von Kindern: Indem sie durch Bücher die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln kennen lernen, erweitert sich ihr Horizont und sie werden in ihrer sozialen Entwicklung unterstützt.
Auch in der bi- oder multilingualen Erziehung spielt lesen eine wichtige Rolle, indem Bücher neues Vokabular und grammatische Strukturen vermitteln.

Aber was tun, wenn Kinder nicht gerne ein Buch in die Hand nehmen? Wir haben für euch einige Tips zusammengestellt, wie ihr sie dazu motivieren könnt, bzw wie ihr schon bei Babys und Kleinkindern das Interesse an Büchern wecken könnt.

Kontakt mit Büchern so früh wie möglich

Mittlerweile gibt es ja bereits für die Allerkleinsten sehr schöne und auch stabile Bücher. Wenn ihr ein Baby erwartet oder jemandem ein Geschenk zur Geburt machen wollt, besorgt doch einfach ein schönes Bilder- oder Fühlbuch.
Lest auch ganz Kleinen schon regelmäßig vor. Das lässt sich sehr gut in das allabendliche Bettgehritual einbinden. Anfangs ist es auch nicht wichtig, was ihr vorlest – ihr könnt auch einfach euren eigenen Roman vorlesen und profitiert dabei selbst noch, da ihr so mehr Zeit zum schmökern habt.
Außerdem gibt es gerade hier in den USA in den meisten öffentlichen Bibliotheken ein großes Spektrum an Programmen für Kinder. Auch wenn viele Kurse nicht direkt mit Büchern zu tun haben, da es auch viele Bastelkurse, Yogastunden und ähnliches gibt, sind sie eine tolle Möglichkeit, schon die Kleinsten in regelmäßigen Kontakt mit Büchern zu bringen. Zusätzlicher Vorteil ist, dass die Angebote für Mitglieder der jeweiligen Bibliothek meist sehr günstig oder sogar kostenlos sind.
 

Vorlesen ist wichtig – nicht nur für kleine Kinder

Abgesehen davon, dass Kinder durch Vorlesen ihren Horizont erweitern und neue Worte kennen lernen, hat es laut einer Studie auch einen positiven Effekt auf Persönlichkeitsentwicklung, Selbstbewusstsein und Gerechtigkeitssinn.
Zusätzlich ist es gerade am Anfang natürlich noch anstrengend für Kinder, selbst zu lesen, da sie jedes Wort und jeden Satz mühsam entziffern müssen. Das kann frustrieren und die Lust auf Bücher drosseln.
Hört also nicht auf, vorzulesen, sobald euer Kind selbst lesen lernt, sondern behaltet es ruhig weiterhin als abendliches Familienritual bei!
Wenn ihr nicht immer selbst vorlesen wollt oder eure Kinder mal etwas Abwechslung wollen, könnt ihr eine der Storytimes besuchen, die viele Buchläden und Bibliotheken regelmäßig anbieten.
 

Bücher und Lesen in den Alltag integrieren

Ein Baustein hier ist, immer ein Buch mit dabei zu haben: ob auf Ausflügen, beim Restaurantbesuch oder auf einer Reise. Wenn es für den Urlaub oder einen Ausflug nicht zu schwer sein darf, eignen sich Pixibücher hervorragend oder für größere Kinder auch ein e-book Reader.
Für kleinere Kinder sind auch Badewannenbücher toll, die zum planschen mitgenommen werden können, oder am Kinderwagen befestigte Buggybücher, die somit immer zur Hand sind.
Sobald die Kinder groß genug sind, um Schrift als solche zu erkennen, könnt ihr anfangen mit ihnen zusammen zu entdecken, wo sie überall vorkommt.
 

Unterstützung beim lesen lernen

Wenn die Kinder dann selbst lesen lernen, nehmt euch die Zeit, Schilder, Speisekarten, Werbeplakate und ähnliches mit ihnen zusammen zu entziffern, wann immer ihr irgendwo unterwegs seid.
Fangt außerdem an, auch euch regelmäßig von eurem Kind vorlesen zu lassen. Das lässt sich oft mit ins abendliche Ritual einbauen – erst liest das Kind ein bisschen vor, dann die Eltern. Manchmal ist es Kindern aber abends zu anstrengend, noch selbst vorzulesen – dann ist es besser, eine andere feste Zeit am Tag zu finden. Vielleicht seid ihr Frühaufsteher und es wäre ein schöner gemeinsamer Start in den Tag, sich nach dem Frühstück noch gemeinsam auf die Couch zu kuscheln, oder ihr könnt mit der Lesezeit ein paar ruhige Minuten nach dem Mittagessen einbauen.
Wichtig ist, die Kinder hier nicht zu überfordern, da das die Lust am selber lesen ganz schnell wieder dämpfen kann. Achtet darauf, dass euer Kind jeden Tag vorliest, lasst es aber selbst entscheiden, wie lange es lesen möchte.
Wenn eure Kinder bilingual aufwachsen und hier auf eine englischsprachige Schule gehen, ihr aber wollt, dass sie später auch in Deutschland zur Schule gehen oder studieren gehen, müsst ihr sie außerdem dabei unterstützen, auch auf deutsch lesen zu lernen. Welche Möglichkeiten es hier gibt, könnt ihr in unserem Seminar “Lesen und Schreiben” for Multilingual Children erfahren, das in der Regel zwei mal pro Jahr stattfindet.
 

Vorbild sein

Bekanntlich begeistern sich Kinder oft für die Dinge, die auch jemand in ihrer Umgebung gerne tut. Teilt also eure Lese-Erlebnisse mit ihnen! Schon alleine, sich in ihrer Anwesenheit darüber zu unterhalten, dass (und was) man liest, kann dabei helfen, ihr Interesse zu wecken. Wenn ihr lest, tut das auch in der Gegenwart der Kinder. Wie sollen sie auf den Geschmack kommen, wenn sie nie miterleben, wie versunken man in ein Buch sein kann? Eine gute Möglichkeit dafür ist, eine “Familien-Leseszeit” einzuführen in der gelesen und vorgelesen wird. Die Zeit vor dem Bett gehen bietet sich dafür an: Es ist eine ruhige Beschäftigung, bei der die Kinder schon etwas “runterkommen” und die Gute-Nacht-Geschichte kann gleich mit integriert werden.
Vor allem, wenn ihr “lesefaule” Jungs habt, solltet ihr außerdem darauf achten, dass auch Männer in ihrer Umgebung als Vorbilder fungieren – leider wird lesen ja oft immer noch als etwas dargestellt/wahrgenommen, was zu weiblich und “weich” ist für Männer.
Auch wenn ihr selbst kein Bücherwurm seid, achtet darauf, dass lesen trotzdem regelmäßig Thema in der Familie ist. Ihr könnt auch einen Lese-Mentor für eure Kinder finden – jemanden, zu dem sie ein enges Verhältnis haben, der ihnen das Thema nahe bringt und mit ihnen auf die Suche nach dem richtigen Lesestoff geht.
 

Wie die richtigen Bücher finden?

Ihr findet einfach nicht das richtige Buch für euer Kind? Vielleicht liegt es einfach daran, dass es einen anderen Geschmack als ihr selbst! Ab dem Alter, in dem sich bei Kindern erste Interessen ausbilden, können sie schon gut mit in den Buchladen oder die Bücherei genommen werden und ihre Bücher selbst (mit) auswählen!
Wenn dafür die Zeit fehlt, gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, online Tipps zu finden und zu stöbern. Auf unserem Pinterest Board zu Kinderbüchern findet ihr einige Seiten, die Buchempfehlungen für deutsch- und englischsprachige Kinder- und Jugendbücher bieten. Bei ein paar der Seiten, u.a. Bei der “Stiftung Lesen” kann man Alter und Interessen des Kindes angeben und bekommt dann Buchvorschläge angezeigt.
Außerdem bieten auch manche Bibliotheken – wie die Brooklyn Public Library – einen Service an, bei dem man sich Buchvorschläge von einem Bibliothekar zuschicken lassen.
Eine andere Möglichkeit, ist eine Lese-Party mit dem Freundeskreis der Kinder zu veranstalten: Jeder Bringt ein paar Bücher mit, die er tauschen möchte und dann kann ausgewählt/-gelost und getauscht werden. Gerade ältere Kinder und Jugendliche lassen sich ja oft lieber etwas von Gleichaltrigen empfehlen als von den Eltern…
 

Neue Bücher zur richtigen Zeit

Genau wie aus Kleidung wachsen Kinder auch aus den Büchern heraus – irgendwann sind diese einfach nicht mehr altersgemäß. Also heißt es, regelmäßig die “Bibliothek” eures Kindes zu überprüfen und bei Bedarf mit neuen Büchern zu ergänzen. Als Anhaltspunkt könnt ihr euch setzen, das zu tun, wann immer sie auf die nächste Kleidergröße wechseln.
Bedenkt außerdem, dass es gerade Jungs in der Pubertät oft gerne recht action-reich haben. Falls ihnen die Bücher für ihre Altersgruppe zu langweilig sind, probiert es ruhig einmal mit etwas, das für die nächste Altersgruppe empfohlen wird.
 

Bücher “erlebbar” machen – oder Erlebtes zu Lesestoff

Eure Kinder haben zu Weihnachten eine Spielzeugburg geschenkt bekommen und sind gerade voll im Ritterfieber? Dann sucht doch mit ihnen ein Buch mit Rittergeschichten oder ein Sachbuch zum Mittelalter aus. Sie interessieren sich für Experimente? Schenkt ihnen ein Buch, in dem kingerechte Versuche beschrieben sind.
Die Kids wollen viel lieber ihre Lieblingsserie im Fernsehen anschauen? Vielleicht gibt es ja auch ein Buch zur Serie.
Andersherum könnt ihr, wenn euer Kind gerade ein Buch über Zauberer und Magie liest, eine Zaubervorstellung besuchen. Oder ihr macht Bücher zu euren persönlichen “Reiseführern” und besucht ihre Schauplätze. Also: Falls ihr mal mit der Familie in London unterwegs seid und die Kinder Harry Potter gelesen haben, besucht ihr Bahnsteig 9 ¾ und in Berlin begebt ihr euch auf die Spuren von Emil und seinen Detektiven.
Gerade in New York gibt es natürlich auch einige Schauplätze zu entdecken – einige davon hat NYMetro Parents in einem Arikel aufgelistet.
 

Zugang zu Büchern sicherstellen

Das bedeutet nicht nur, den Kindern regelmäßig neuen Lesestoff anzubieten bzw. zu besorgen! Es ist auch wichtig, dass sich euer Kind jederzeit selbst an seiner kleinen Bibliothek bedienen kann. Vor allem bei Kleinkindern ist ein Bücherbord an der Wand also ungeeignet. Achtet außerdem darauf, dass das Bücherregal an einem sehr präsenten Ort im Wohn- oder Kinderzimmer steht, damit die Aufmerksamkeit der Kinder regelmäßig darauf gelenkt wird.
Und vergesst nicht, dass Bücher Gebrauchsgegenstände sind, die auch mal kaputt gehen können! Wenn ein Buch gerade das “Lieblingsspielzeug” ist und überall mit hin soll – toll! Falls es sich dabei um euer eigenes Buch aus Kindertagen handelt und es euch heilig ist – kauft lieber eine neue Ausgabe davon, statt euer Kind ständig dazu zu ermahnen, ja nicht die Seiten zu verknicken.
 

Es müssen nicht immer Bücher sein

Manchmal haben Kinder einfach nicht die Muse, längere Texte zu lesen. Es ist völlig in Ordnung, wenn man sich dann mit Zeitschriften oder Comics behilft.
Oder es gab einfach noch nicht das richtige Buch, um sie zu begeistern. Warum dann nicht mal mit einem e-book Reader probieren? Vielleicht wird das Eis gebrochen, indem man das “alte” Medium Buch gegen ein modernes (mit Bildschirm!) austauscht.
Wenn auch das nichts hilft, kann man versuchen, ein Kind über Hörbücher ans Lesen heranzuführen. Obwohl das natürlich kein klassisches Lesen ist, gibt es Kindern doch Zugang zur Literatur und bringt einige Vorteile mit sich.
 
Als Quellen haben uns folgende Artikel gedient, in denen ihr noch mehr Tips und Ideen findet:

  1. Lesen lernen: Die besten Tipps wie Sie Ihr Kind dabei optimal fördern
  2. Hilfe! Mein Kind will nicht lesen – 8 Tipps für kleine Lesemuffel
  3. Lesen: Je früher, desto besser?
  4. Lesen: Den Knoten platzen lassen
  5. Boys vs. Books: Turn Your Boys Into Readers

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