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CityPortraits Blog

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Noemi Di Gregorio – Pilates- und Postnatal-Instruktorin

Ihre Leidenschaft fürs Tanzen führte die gebürtige Schweizerin Noemi Di Gregorio 2009 nach New York. Hier hat sie zunächst eine Ausbildung am Limón Dance Institute absolviert, später hat sie als professionelle Tänzerin und Eiskunstläuferin an den verschiedensten Produktionen auf der ganzen Welt teilgenommen. Im Jahr 2013 gründete Noemi  außerdem ihr Unternehmen Revivo Method, mit dem sie neben Tanz- und Pilateskursen auch Rückbildungsgymnastik anbietet.

In New York seit: acht Jahren
Viertel:
Upper East Side
Beruf(ung):
Tänzerin, Tanzlehrerin, Pilates- und Postnatal-Instruktorin
Mein Business:
Revivo Method
Website: www.revivomethod.com

Liebe Noemi, was hat dich nach New York verschlagen?

Das Tanzen. Ich kam ursprünglich nur für einen Monat nach New York, bin dann aber bei einem Vortanzen des renommierten Limón Dance Institutes ausgewählt worden und bin geblieben.

Du bist nicht nur Tänzerin und gibst Tanz- und Pilates-Unterricht, du leitest außerdem spezielle Kurse für Rückbildungsgymnastik. Wie kam es dazu?

Vor einigen Jahren wurden plötzlich viele meiner Klientinnen und Freundinnen in New York schwanger. Da war das Interesse an Kursen für Rückbildungsgymnastik natürlich groß. Die Schwierigkeit dabei aber war, dass es in New York kaum Angebote für Schwangerschaftsrückbildung gibt. Ich persönlich finde das fatal – nicht nur, weil die Unterstützung bei der Rückbildung sehr wichtig für den Körper der frischgebackenen Mutter ist, sondern auch unter feministischem beziehungsweise gesellschaftlichem Blickwinkel. Deshalb habe ich angefangen, mich verstärkt mit dem Thema auseinanderzusetzen und schließlich eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt Postnatal Fitness gemacht. Seither biete ich auch Rückbildungsgymnastik an.

Wozu ist Rückbildungsgymnastik gut?

Die Rückbildungsgymnastik ist für vieles wichtig: Erstens hilft sie bei der Regeneration und Stärkung des Beckenbodens, was auch dem ungewollten Wasserlassen entgegenwirkt, unter dem recht viele Frauen in den ersten Wochen nach der Geburt leiden. Zweitens unterstützt es die Rückbildung der Rektus-Diastase. Drittens dient Rückbildungsgymnastik dazu, Verspannungen und Schmerzen von Nacken, Schultern und Rücken zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden von Körper und Geist zu steigern. Und viertens geht es im späteren Teil des Programms auch darum, wieder „back in shape“ zu kommen.

Gibt es Sportarten, die man in den ersten Wochen nach der Schwangerschaft meiden sollte?

Es ist schwierig hier allgemeine Aussagen zu machen, denn das kann von Frau zu Frau ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass die New Moms versuchen, ganz bewusst auf ihren Körper zu hören. Grundsätzlich gilt aber, dass man nichts machen sollte, was großen Druck auf den Beckenboden verübt, etwa joggen oder hüpfen. Auch Situps sind zunächst fehl am Platz.

Woran liegt es, dass es in New York keine Rückbildungskurse gibt, so wie wir sie kennen? Was machen New Yorkerinnen stattdessen? Oder ist ihnen einfach nicht bewusst, dass ein solches Training sinnvoll ist?

Es gibt zwar Postnatal Yoga und Pilates, aber Rückbildung wie wir sie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennen, habe ich bisher tatsächlich noch nicht gesehen. Bei uns in der Schweiz bekommen die Mamas schon im Krankenhaus die ersten Übungen gezeigt und oftmals zahlt die Krankenkasse bis zu zehn Rückbildungsstunden. Was New York beziehungsweise Amerika betrifft, scheint es mir, dass es hier einfach noch kein so großes Bewusstsein für diese Art von Körperarbeit – und für den weiblichen Körper im Allgemeinen – gibt. Die Ärzte weisen nur selten darauf hin, dass Rückbildungsgymnastik gut wäre. Dadurch wissen die New Moms hier oftmals nicht, dass zum Beispiel Beckenbodenübungen sehr hilfreich sein können bei den Begleiterscheinungen, die eine Schwangerschaft so mit sich bringen kann.

Was erwartet Kundinnen, die zur Rückbildung bei dir kommen?

Neben den Körperübungen geht es in meinen Gruppenstunden auch immer um den geselligen Aspekt. Die Rückbildungskurse sind schließlich super geeignet, um andere frischgebackene Mütter kennenzulernen. Die meisten New Moms in meinen Kursen sind übrigens aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Das Schöne daran: Die New Moms können sich über Besonderheiten in der amerikanischen Babypflege austauschen und hilfreiche Tipps weitergeben.

Fühlst du dich eher als Schweizerin oder als Amerikanerin?

Als Amerikanerin fühle ich mich nicht, aber als New Yorkerin. In der Schweiz war ich nie ganz Schweizerin, weil ich Halb-Italienerin bin. In Italien bin ich keine Italienerin, weil ich nicht in Italien aufgewachsen bin. In  New York aber kann ich sein, wie ich bin, und passe damit ideal ins Bild. Denn in New York gibt es so viele andere, die auch verschiedene Kulturen in sich vereinen. Dieser Mix ist hier einfach ganz normal.

Was gefällt dir besonders gut an New York?

Die Offenheit. Manche Sachen, die in der Schweiz noch diskutiert werden, sind hier schon lange selbstverständlich. Hier kann jeder leben, wie er möchte, und wird auf der Straße nicht komisch angeschaut, wenn er ein wenig aus der Reihe fällt. Wer in der Schweiz zu sehr von der Norm abweicht, muss da schon noch hin und wieder mit unangenehmen Blicken rechnen.

Was gefällt dir nicht so gut?

Der Wind, der einem hier in die Knochen geht. Aber ansonsten finde ich’s hier super.

Liebe Noemi, vielen Dank für das Gespräch!

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