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Ulrike Heregger | Consultant für Cultural Care Au Pair

Seitdem die Österreicherin Ulrike Heregger 2004 in die USA gezogen ist, ist sie viel herumgekommen: Zunächst hat sie in New Orleans gelebt, danach in Los Angeles, Boston und Nashville. Schließlich ist sie nach New York State gezogen. Hier lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern und arbeitet als Consultant für Cultural Care Aupair, der größten Vermittlungsagenturen für Au Pairs in den USA.

In New York seit: April 2013
Anzahl der Kinder? Wann sind die geboren? Zwei Kinder: Finn, geboren 2009, und Lilly, geboren 2011 in Nashville, TN
Beruf(ung): Consultant für Cultural Care Au Pair
Mein Business: Au Pair Business
Website: http://uheregger.aupairnews.com

Liebe Ulrike, wie bist du zu Cultural Care Au Pare gekommen und was genau machst du dort?

Ich habe selber ein Jahr als Au Pair in Barcelona verbracht und habe diese Zeit sehr positiv in Erinnerung. Nach meinem Wirtschaftsstudium in Österreich habe ich einen MBA in den USA gemacht. Zufällig bin ich dann auf eine Stellenanzeige von Cultural Care Au Pair gestoßen, die mich sofort angesprochen hat. Inzwischen bin ich seit rund zehn Jahren bei Cultural Care Au Pair und arbeite als sogenannter Local Childcare Consultant (LCC). Als LCC helfe ich Familien in ganz Amerika bei der Suche nach dem richtigen Au Pair. Außerdem betreue ich Au Pairs und ihre Gastfamilien in meiner Nähe, also in Larchmont im Bundesstaat New York und Umgebung.

Was gefällt dir an deinem Job besonders?

Ich bin immer schon gerne gereist, ich spreche verschiedene Sprachen und ich habe ein großes Interesse an unterschiedlichen Kulturen. All das lässt sich ideal mit meiner Tätigkeit verbinden: Das Team von Cultural Care Au Pair ist sehr international, es gibt viele Möglichkeiten zu reisen und andere Kulturen kennenzulernen und meine Kunden kommen aus der ganzen Welt. Das finde ich sehr spannend.

Wie sieht die typische Familie aus, die sich für ein Au Pair entscheidet?

Die typische Familie gibt es so nicht. Grob kann man die Familien aber in drei Gruppen unterteilen. Da ist erstens die ‚typische‘ amerikanische Familie, die den kulturellen Austausch spannend findet und gerne einmal jemanden kennenlernen möchte, der einen ganz anderen kulturellen Hintergrund hat und eine fremde Sprache spricht. Zweitens gibt es die Familien, in denen ein Elternteil aus einem anderen Land kommt. Und drittens gibt es noch die Familien, in denen beide aus einem anderen Land kommen. Bei den Gruppen zwei und drei ist es so, dass diese in der Regel ein Au Pair aus dem jeweiligen Heimatland suchen, damit es noch jemanden gibt, der den Kindern die Bräuche des Heimatlandes vermittelt und die jeweilige Sprache mit ihnen spricht.

Ein Au Pair oder eine Nanny zu haben, ist in den USA viel verbreiteter als in Deutschland oder Österreich. Woran liegt das deiner Ansicht nach?

Ein entscheidender Punkt ist dabei sicherlich, dass die Elternzeit in den USA auf drei Monate begrenzt ist und die Frauen in der Regel viel schneller wieder anfangen zu arbeiten. Hinzu kommt, dass die Menschen in den USA häufiger umziehen und daher oft die Unterstützung von Angehörigen fehlt. Da kann die Oma oder die Großtante dann nicht mal schnell einspringen, wenn das Kind krank ist und du arbeiten musst. Und schließlich ist es in den USA grundsätzlich viel verbreiteter und auch akzeptierter, Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Österreich und Deutschland haben viele noch immer das Gefühl, dass es sich nicht gehöre, eine Nanny oder ein Au Pair einzustellen. In den USA ist die Dienstleistungsmentalität viel ausgeprägter – und das gilt nicht nur für die Bereitschaft, eine Dienstleistung zu erbringen, sondern auch für die Selbstverständlichkeit, diese in Anspruch zu nehmen.

Welche Fragen sollte sich eine Familie unbedingt stellen, bevor sie sich für ein Au Pair entscheiden?

Die entscheidende Frage lautet: Können wir uns vorstellen, noch jemandem bei uns wohnen zu haben? Eine Nanny kommt morgens und geht abends wieder. Ein Au Pair kommt und bleibt. Und zwar in der Regel für ein ganzes Jahr. Während dieser Zeit ist das Au Pair wie ein weiteres Familienmitglied, das am Wochenende mit am Frühstückstisch sitzt, mit in den Urlauben fährt und unter der Woche abends Zuhause ist. Wichtig ist deshalb, sich ehrlich zu fragen, wie offen man dafür ist, jemanden, der zunächst fremd ist, so sehr an seinem privaten Leben teilhaben zu lassen.

Welchen Tipp hast du für Au Pairs, damit das Auslandsjahr zum Erfolg wird?

Au Pairs sollten nicht vergleichen. Jede Familie und jede (Arbeits-)Situation ist anders. Deshalb sollte man sich auf seine Familie und seine Situation konzentrieren und nicht so sehr darauf schauen, was bei anderen Au Pairs vielleicht besser ist. Außerdem gilt – wie eigentlich immer im Leben: Du bekommst so viel zurück, wie du investierst. Soll heißen: Wenn du dich als Au Pair am Anfang bemühst und eine gute Beziehung zu den Kindern und den Gasteltern aufbaust, dann ist es in der Regel auch so, dass du viel stärker involviert und in den Familienalltag integriert wirst. Natürlich kann es auch manchmal so sein, dass es einfach mit der Familie nicht so gut passt. Das Wichtigste ist dann, nicht aufzugeben und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Dein Mann ist Amerikaner, gemeinsam habt ihr zwei Kinder: einen sieben-jährigen Sohn und eine fünf Jahre alte Tochter. Wie wichtig ist es dir, dass eure Kinder Deutsch lernen und mit deinen Bräuchen und Traditionen aufwachsen?

Sowohl die Sprache, als auch die Bräuche und Traditionen sind mir sehr wichtig. Zuhause spreche ich mit meinen Kindern nur Deutsch, außerdem gehen die beiden einmal in der Woche in die Sprachschule zum Deutschunterricht. Zudem habe ich viele deutschsprachige Freunde, die den gleichen kulturellen Hintergrund haben wie ich und die auf die gleichen Traditionen wertlegen: Sei es der Laternenumzug zu St. Martin, die Nikolausfeier oder Ostern. Gemeinsam versuchen wir, unseren Kindern diese Traditionen näher zu bringen. Das Schöne daran: Je mehr Kinder die Bräuche gemeinsam feiern, desto einfacher ist es. Denn die Kinder sehen, dass sie nicht die einzigen sind, sondern dass es viele andere gibt, die diese Feiern ebenfalls Zuhause zelebrieren.

Die Holiday Season steht vor der Tür. Was sollte man in dieser Zeit auf keinen Fall in New York verpassen? Hast du spezielle Tipps für Familien?

  • Eislaufen im Bryant Park oder Central Park
  • Besuch von Santa Claus bei Macy’s
  • Den Weihnachtsbaum beim Rockefeller Center anschauen
  • Den Stiefel vor die Tür stellen für den Nikolaus am 6. Dezember
  • Kekse backen

Worauf freust du dich in den kommenden Wochen am meisten?

Ich freue mich darauf, dass es allmählich kälter wird und man wieder Eislaufen gehen und bald auch den „Nussknacker“ in der Metropolitan Opera sehen kann.

Liebe Ulrike, vielen Dank für das Gespräch!

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