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CityPortraits Blog

Curious who else is living in NYC? We are, too! We feature moms and dads from all walks of life with interesting stories, businesses, and family constellations. See who’s in town, what they love about NYC, and why they stay.

Verena Diem Kizilsencer – Baby’n’Wool

verena-diemName: Verena Diem Kizilsencer

In New York seit: Februar 2001

Anzahl der Kinder? Wann sind die geboren? Mein Sohn, Batu, ist im Frühjahr 2013 geboren

Ich wohne in: Seit etwa 10 Jahren in Astoria, Queens

Beruf(ung): Marketing Manager bei einem internationalen Wissenschaftsverlag mit deutschen Wurzeln. LinkedIn

Mein Business: Mein „Pet Project“ -wie man hier in den Staaten so schön sagt- ist meine Nebentätigkeit als Co-Founder von Baby’n’Wool LLC. Meine Freundin und Businesspartnerin Asli und ich haben Baby’n’Wool im Oktober 2014 gegründet. Begonnen haben wir nun mit qualitativ hochwertigen Matschhosen für Kinder die wir aus Deutschland importieren. Website: www.babynwool.com (15% Discount mit code “Gabi”) Wir sind auch auf Amazon zu finden (Fleece Rain Pants und Rain Pants ohne Fleece-Fütterung)

Was hat Dich nach New York gebracht?
Nach der Ausbildung zur Verlagskauffrau hatte ich das grosse Glück an einem Mitarbeiter-Austauschprogramm zwischen der Stuttgart und New York Niederlassung meines Verlags teilnehmen zu dürfen.

Wenn es Dein Beruf war, übst Du ihn noch aus?Wenn nicht, was machst Du jetzt?
Ich arbeite nach wie vor im Verlagswesen. 2001 bin ich nach New York gekommen und seit 2002 arbeite ich im Marketing was mir viel Spass macht. Seit einem Jahr leite ich kleines internationales Team im Bereich Content Acquisition Marketing. Was mir hinsichtlich meiner Englischkenntnisse, Karriere, und Green Card Bewerbung sehr geholfen hat war ein Abendstudium hier in der City.

Wie bist Du auf die Idee mit Baby’n’Wool gekommen? Was hat Dich inspiriert?
Wenn es in New York regnet, dann gleich “cats and dogs“. Richtig gute und nicht zu teure Regenbekleidung für Kinder und habe ich bislang nur in Deutschland gefunden und die praktischen Matschhosen mit Fleece-Fütterung gibt es hier nicht zu kaufen – eine Marktlücke! So viele Kinder kommen bei “schlechtem” Wetter nicht an die frische Luft und das wollen meine Business Partnerin und ich ändern. Ausserdem haben wir richtig Lust etwas Eigenes aufzubauen – ganz nach der amerikanischen Freude am Unternehmertun!

BabynWool logo

Du arbeitest noch in einem anderen Job waehrend Du Baby’n’Wool aufbaust. Schaffst Du es eine ausgewogene Work-Life Balance zu haben?
Tina Fey schreibt in ihrem Buch Bossypants zu diesem Thema passend: „How do you juggle it all? people constantly ask me, with an accusatory look in their eyes.You’re fucking it all up, aren’t you? their eyes say.“ Das hat mich sehr zum Lachen gebracht, weil es momentan so stimmig ist mit meiner aktuell nicht existierenden Work-Life Balance. Mein Mann arbeitet zur Zeit bis spät abends und Samstags (Architekten!) und ich kümmere mich nach der Arbeit um Batu und arbeite an Baby’n’Wool sobald der Kleine eingeschlafen ist. Der Haushalt kommen ganz klar zu kurz. Und leider haben wir uns schon ein bisschen an das häusliche Chaos gewöhnt.

Wenn ja, hast Du Tipps fuer andere Eltern? Wenn nein, was waere Deine ideale Zeitaufteiling fuer Arbeit und Familie?
Auch wenn es ein klares “Nein” bei uns ist, gibt es ein paar Dinge die mir helfen und besonders nach Batu’s Geburt geholfen haben: 1) Tipp von unserer Doula: “Don’t worry about wearing your sweater inside out and not having washed your hair in four days –DO show up to moms group.” 2) Support suchen, besonders wenn die Familie nicht hier lebt: Doula vor und nach der Geburt, Schwester auf speed dial, Families auf WhatsApp, deutsche Therapeutin. 3) Das Workaholic-Emails-rund-um-die-Uhr-Checken nicht mitmachen. 4) Carpe die Mittagspause: Pilateskurs, Spaziergang, Window Shopping in Soho, Errands, etc. 5) Erwische mich jetzt noch oft dabei mich mit Müttern in Deutschland zu vergleichen – drei Jahre Babypause??!, Kindergeld??!, günstige Kita??! usw. – Puh! Entspannen. Nicht vergleichen. Alles ist gut. Und Siehe Tipp 4 bzgl Pilates. 6) Die Wohnung kann und muss warten. Ansonsten kommt man nie dazu ein Buch zu lesen, die Familie anzurufen oder diese Fragen zu beantworten. 7) Falls Ihr gute Tipps habt, her damit!

Was liebst Du an New York besonders?
Der so oft strahlend blaue Himmel und Sonnenschein! Das man hier fast alles finden kann (peruvian ceviche anyone? Math museum?). Abkürzungen und weniger Diskussionen im Arbeitsalltag (keep it simple). Das New Yorker zwar oft genervt sein können aber insgesamt immer aufgeschlossen sind und kaum Schadenfreude zeigen. Meine tägliche Abwechslung zwischen dem ruhigen Astoria (unser Wohnort mit small town flair) und dem trendy Soho wo mein Büro ist (“excuse me tourists, coming through!”). Ab und zu treffe ich meinen Mann zum Lunch Downtown wo die City so richtig pulsiert mit busy busy Bankern (“Move it!” und “Out of my way!” bekommt man da zu hören. Oder auch mal eine Tasche in die Rippen. Cool!).

Was magst Du nicht so gerne oder was nervt Dich an New York oder dem Lebensstil hier?
NY ist schon aufregend und alles, kann auch eine gnadenlose Arbeiterstadt sein. If you can make it here, you can make it anywhere. Betonung liegt auf “If”. 2012 hat mein Mann zusammen mit über 300 anderen Kollegen seine Arbeit verloren. Damals war ich schwanger. Das hat uns einen ganz schoenen Schrecken eingejagt. Das Einkommensgefälle in New York ist der Wahnsinn und macht mich traurig. Die einen schicken ihre Hunde in Daycares (nichts dagegen!) und andere kaufen mit Foodstamps Milch für Ihre Kinder (ich sehe es bei uns im Supermarkt). Da tut mir richtig das Herz weh. Und natürlich auch die Schnelllebigkeit. Alles muss schnell gehen. “The early bird catches the worm”. Leute kommen und gehen.

Gibt es etwas das Du an Deiner Heimat vermisst?
Meine Familie und Freunde! Sonntags Kaffee und Kuchen. Gute Brezeln und Biergärten (KaBa Hof bei Stuttgart). Lange Spaziergänge in der Natur. Sauberkeit. Mehr Urlaub. Das Kinder auf der Strasse spielen können. Man die Haustüre nicht abschliessen muss. Rumhocken mit Freunden und nichts tun. (Man merkt das ich bin ein Landei, gell?)

Wie viele Sprachen spricht Dein Kind?
Batu lernt mit mir Deutsch, Türkisch mit meinem Mann, und Englisch und Spanisch im Daycare.

Ist es wichtig für Dich, dass sie Deine Sprache und Kultur kennen? Was tust Du für die Sprachentwicklung?
Ja, ganz bestimmt! Wir feiern Weihnachten und Bayram, kochen traditionelle Gerichte aus beiden Ländern (die einfachen!), ich singe Batu vor dem Schlafen noch aus der Liederfibel vor (dabei will er viel lieber Feuerwehrmann Sam gucken!) und wir versuchen jedes Jahr entweder nach Deutschland oder in die Türkei zu fliegen. Was die Sprachentwicklung angeht sind wir nicht so ganz sicher ob wir das alles so richtig machen. Wir sprechen unsere Sprachen mit Batu aber oftmals switchen wir schon ins Englische, denn mein Mann spricht kein Deutsch. Dafür skypen und facetimen wir viel mit unseren Familien was Batu Spass macht. Und wie gesagt, deutsche und türkische Kinderbücher und Zeichentrickfilme. Ausserdem habe ich mir fest vorgenommen mehr CityKinder Events zu besuchen! Ideal wäre es natürlich wenn Batu viele lange Sommer in Europa verbringen und in New York eine deutsche Schule besuchen koennte. Let’s see!verena diem

Was ist Deine liebste Beschäftigung in New York?
In Kinderwagen-Entfernung neue Restaurants testen (bin zur Zeit Thai food addicted!). Wenn es wärmer ist fahren wir drei gerne mit dem Fahrrad nach Long Island City um bei Anabel Sailing Bar & Grill Cevapcici zu essen (Tipp: Dort und im Gantry State Park nebenan hat man eine tolle Aussicht auf Manhatten). Was auch toll ist: Die East River Fähre flussabwärts nehmen und in Williamsburg oder Brooklyn Heights Picknicken. Am allerliebsten geniesse ich die langen Holiday-Weekends an denen wir gerne Ausflüge unternehmen wie z.B. Upstate New York zur Apfelernte, Dia:Beacon Museum, Storm King Sculpture Art Center, etc. oder auch Weinverkostungen auf Long Island mitmachen. Als Batu noch jünger war und noch brav im Kindersitz sitzen geblieben ist, haben wir es auch einmal über Thanksgiving nach Vermont geschafft (Billings Farm Museum und Cheddar und Maple Syrup kaufen – lohnt sich!).

Hast Du einen Tipp für Neuankömmlinge?
Turnschuhe anziehen, Sonnenbrille auf, Handy zum Fotos machen laden, und dann Wochenends Nachbarschaften erkunden gehen und die Atmosphäre aufnehmen. Queens, Nord-Brooklyn und New Jersey nicht auslassen (Astoria, Sunnyside Gardens, Long Island City, Sued-Greenpoint, Weehawken bis hoch nach North Bergen auf NJ Seite). Mentale Notizen machen wo man sich besonders wohl fühlt, ganz oft zurückkehren und dann, Budget permitting, dort eine Wohnung suchen. Oder in der Nähe wohnen. Oder auf der anderen Seite des Hudson Rivers mit Blick in Richtung Lieblingsnachbarschaft :) Und alle Transportmöglichkeiten ausprobieren. Die East River Ferry ist zwar teurer als die Subway aber eine tolle Abwechslung. Schöne Kleider findet man bei Uniqlo und Anthropologie. Die Geschichte New York’s kennenlernen: Walking Tours des Tenement Museum sind ein Must-Do. Und auf jeden Fall Astoria besuchen kommen! Brunchen bei Ovelia, dann Noguchi Museum und Spaziergang im Socrates Sculpture Garden, und abends lecker Essen gehen in einem der vielen (child-friendly!) Restaurants in Astoria: Milkflower (Pizza), HinoMaru (Ramen), Agnanti or Stamatis (Greek), Pye Boat Noodle (Thai), oder auch JJ‘s (Sushi).

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