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Verena Schiml – Gründerin von „Mom in Balance“ New York

Verena Schiml ist eine echte Powerfrau: Bis zu ihrem 22. Lebensjahr war sie Leistungsschwimmerin, sogar bis zu den Deutschen Meisterschaften hat sie es geschafft. Kein Wunder, dass Sport und körperliche Fitness ihr auch heute noch extrem wichtig sind: Nachdem sie über zehn Jahre im Marketing gearbeitet hat, hat sie an der Sporthochschule Köln ein Studium zur Fitness-Trainerin absolviert und sich als Personal-Trainerin in Amsterdam selbstständig gemacht. Parallel hat sie bei Mom in Balance als Trainerin gearbeitet und dort werdenden Müttern gezeigt, wie sie sich während der Schwangerschaft fit halten und sich auf die Geburt vorbereiten können. Nach sechs Jahren in den Niederlanden hat Verena im Sommer 2016 die Koffer gepackt und ist mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern nach New York gezogen. Hier hat sie einen neuen Ableger von Mom in Balance gegründet – den ersten in ganz Amerika.

Name: Verena Schiml
In New York seit: 2016
Anzahl der Kinder? Wann sind die geboren? Zwei Jungs, geboren 2009, 2011
Ich wohne in (Viertel): Park Slope
Beruf(ung): Business Owner und Trainer von Mom in Balance New York
Webseite: https://www.mominbalance.com/usa/en/

Liebe Verena, worum geht es bei Mom in Balance?

Das Ziel von Mom in Balance ist, Schwangere und Mütter fit zu machen und ihnen zu einem aktiven Lebensstil zu verhelfen, damit sie sich in dieser besonderen Zeit vor und nach der Geburt wohl in ihrem Körper fühlen! Durch funktionale Ganzkörper-Workouts versuchen wir den Frauen Selbstvertrauen und positive Energie zu geben. Neben den Workouts geht es bei Mom in Balance außerdem um den sozialen Aspekt: Durch die Kurse können Schwangere und New Moms andere Frauen kennenlernen, die in einer ähnlichen Situation sind, sich gegenseitig austauschen und bestenfalls neue Freundschaften schließen.

Was ist das Besondere an euren Kursen?

Zunächst einmal finden unsere Kurse grundsätzlich draußen statt. Schließlich tut frische Luft Körper und Geist gut, sie liefert Energie und sorgt dafür, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. Nur bei wirklich extremem Wetter trainieren wir drinnen. Ansonsten finden unsere Workouts aktuell sowohl im Central Park als auch im Prospect Park statt. Die zweite Besonderheit unserer Workouts ist, dass sie speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren beziehungsweise New Moms ausgerichtet sind. Alle unsere Trainer haben eine spezielle Ausbildung erhalten, sodass sie genau wissen, worauf sie bei den Teilnehmerinnen achten müssen, was sie machen dürfen und was ihnen schaden könnte. Zusätzlich zu dem Kurs erhält jede Teilnehmer von uns außerdem ein Thera-Band und ein Buch: Die werdenden Mütter erhalten ein Buch mit Übungen, die sie während der Schwangerschaft zu Hause machen können, sowie Tipps zur gesunden Ernährung und für einen erholsamen Schlaf; die frischgebackenen Mütter erhalten ein Buch, indem sie unter anderem Postpartum-Übungen und Tipps zum Stillen finden.

Kannst du uns ein wenig über die einzelnen Fitnessprogramme erzählen? Für wen sind sie geeignet? Was wird trainiert?

Es gibt einmal das Schwangeren-Training: ein einstündiges funktionales Ganzkörper-Workout, dessen Ziel es ist, dass die Frauen ein gutes Körpergefühl haben und sich bis zur Entbindung fit und stark fühlen. Das Workout wird unter Begleitung einer professionell geschulten „Mom in Balance“-Trainerin durchgeführt und besteht aus einem Mix aus kräftigenden Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und dem Thera-Band sowie Cardio-Einheiten, die die Ausdauer erhalten sollen.

Und wie sieht das Postnatal-Training aus?

Bei dem Postnatal-Workout geht es darum, den Körper nach der Schwangerschaft wieder fit zu machen. Zunächst ist der Körper von der Schwangerschaft und Geburt noch geschwächt, sodass er langsam und vorsichtig wieder an das Training herangeführt werden muss. Deshalb ist es gerade am Anfang wichtig, nicht gleich wieder wie gewohnt Sport zu treiben, sondern mit speziellen Übungen unter Anleitung erfahrener Trainer zu beginnen. Denn sie wissen am besten, was einem gut tut und womit man lieber noch einige Wochen warten sollte. Wer zu früh wieder zu viel will, überfordert seinen Körper – und das kann im schlimmsten Fall zu ernsthaften Schäden führen, etwa zu Beckenbodenproblemen oder Rückenschmerzen. Deshalb achten wir bei unseren Workouts darauf, vorallem die Rücken-, und Bauchmuskeln langsam wieder herzustellen und die Kondition (erstmal mit Powerwalking und Laufuebungen) allmählich wieder aufzubauen. Im Gegensatz zur klassischen Rückbildungsgymnastik, die sich auf den Beckenboden fokussiert, geht es uns darum, den ganzen Körper wieder fit zu machen.

Für wen sind die Kurse geeignet? Wie lange darf man die Workouts während der Schwangerschaft machen? Und wann kann man nach der Schwangerschaft wieder damit beginnen?

Den werdenden Müttern raten wir dazu, nach der 12. Schwangerschaftswoche mit dem Training zu beginnen, also wenn die kritische Phase vorbei ist. Grundsätzlich kann man aber auch deutlich später mit dem Workout anfangen: Es ist nie zu spät dafür! Wir hatten auch schon Teilnehmerinnen, die erst im dritten Trimester mit dem Kurs angefangen haben. Frauen, die eine komplikationsfreie Schwangerschaft haben und sich gut fühlen, können den Kurs dann bis zur Geburt mitmachen. Natürlich verändert sich die Intensität des Workouts per Trimester in der Schwangerschaft, aber alle Übungen, die wir machen, sind bis zum Ende der Schwangerschaft machbar und auch für jedes Fitnesslevel geeignet! Bei den Post-Partum-Kursen raten wir Frauen, die eine vaginale Geburt hatten frühestens nach sechs Wochen mit dem Training zu beginnen. Frauen mit Kaiserschnitt sollten sogar mindestens acht Wochen warten. Wer noch etwas länger warten will, kann das natürlich auch machen.

Du selbst bist erst letztes Jahr mit deinem Mann und deinen beiden Söhnen nach New York gezogen. Wie verliefen Umzug und Eingewöhnung für euch?

Die Entscheidung, nach New York zu ziehen, haben wir uns nicht leicht gemacht. Wir hatten zuvor sechs Jahre in Amsterdam gelebt; unsere Kinder sind dort aufgewachsen, haben fließend Niederländisch gesprochen und hatten ihren festen Freundeskreis. Da hatte vor allem ich als Mutter ein bisschen Sorgen, dass der Neustart in den USA für sie schwierig sein würde. Letztlich waren diese Sorgen aber unbegründet. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass sie sich viel schneller eingelebt haben als mein Mann und ich. Von Anfang an waren sie sehr offen und interessiert und auch Freunde haben sie sehr schnell gefunden – und Englisch sprechen sie jetzt schon wirklich erstaunlich gut.

Was tust du zur Sprachförderung deiner Kinder?

Da mein Mann und ich beide deutsch sind, sprechen wir Zuhause grundsätzlich Deutsch. Obwohl meine Kinder nicht in Deutschland aufgewachsen sind, beherrschen sie die Sprache daher fließend. Niederländisch sprechen sie ebenfalls fließend, weil sie auf öffentliche Kindergärten gegangen sind und somit schon sehr früh sehr viel Kontakt zu der Sprache hatten und gut integriert waren. Anders als in Amsterdam haben wir uns in New York fuer eine internationale Ausbildung unserer Kinder entschieden. Unsere Kinder gehen jetzt auf die German School Brooklyn. Das hat zum einen den Vorteil, dass sie Deutsch nicht nur sprechen, sondern auch schreiben lernen. Zum anderen hat das die Eingewöhnung erheblich erleichtert, da sie in der Schule von Anfang an viel Deutsch sprechen konnten und Englisch, die neue Sprache, nebenbei lernen.

Deine Kinder sind typische Third Culture Kids. Zwar sind sie deutsch, sie haben aber eigentlich keine deutschen Wurzeln, sind nicht in Deutschland aufgewachsen. Siehst du das eher positiv oder negativ?

Ich denke, dass die Vorteile für meine Kinder auf jeden Fall überwiegen. Schon in so jungen Jahren beherrschen sie drei Sprachen fließend – und damit mehr als die meisten Erwachsenen. Zudem habe ich das Gefühl, dass sie in manchen Dingen reifer sind als andere Kinder, aber auch anpassungsfähiger. Allerdings frage ich mich manchmal schon, inwieweit sich meine Kindern deutsch fühlen und inwieweit sich das auf ihre Identitätsbildung in der Pubertät auswirken könnte. Aber soweit sind wir noch lange nicht. Das Einzige, was ich jetzt schon schade finde, ist, dass sie wohl als Erwachsene keinen Kontakt mehr zu ihren Kinderkartenfreunden haben werden.

New York wurde von Niederländern gegründet. Bevor die Stadt ihren heutigen Namen erhielt, hieß sie Neu-Amsterdam. Haben New York und Amsterdam viele Gemeinsamkeiten?

Spontan fallen mir eigentlich nur zwei Gemeinsamkeiten ein: das Wasser und die Internationalität der Einwohner. Sonst sind die zwei Städte doch sehr unterschiedlich. Amsterdam ist ein kleines Dorf gegen New York und das Stadtbild besteht zum großen Teil aus süßen, kleinen Grachtenhäusern. Aber beide Städte sind sehr weltoffen und das verbindet sie sicher!

Was gefällt dir besonders gut an New York und den New Yorkern?

Das Wetter! Hier scheint so oft die Sonne, das ist toll! Und die Gelassenheit und Freundlichkeit der New Yorker. Man merkt eigentlich gar nicht, dass jeder es immer eilig hat, zumindest nicht in Brooklyn… Was ich an New York toll finde, ist, dass es hier wirklich alle Kulturen und Menschen gibt und deshalb auch alles Essen was man sich nur vorstellen kann.

Und was vermisst du an Amsterdam?

die Fahrradkultur, die Gelassenheit der Niederländer, auch in der Kindererziehung, das vermisse ich schon sehr und natürlich HEMA: Das ist ein toller Laden, den man wohl nur als Niederländer kennt und in dem man einfach alles bekommt – und das in tollem Design!

Liebe Verena, vielen Dank für das Gespräch!

Übrigens: Verena ist aktuell auf der Suche nach weiteren Trainern, die Lust haben auf Freelance-Basis Kurse bei Mom in Balance zu geben. Vorherige Erfahrung als Fitness-Trainer ist erwuenscht, aber kein Muss, denn bevor es mit den Kursen losgeht, erhalten die angehenden Trainer eine Ausbildung, die sie auf die speziellen Anforderungen als Trainer bei Mom in Balance vorbereitet. Das Interesse ist geweckt? Mehr Infos erhältst du unter https://www.mominbalance.com/usa/en/jobs/new-york-is-looking-for-trainers_30/.

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